Brot aus Dinkelmehl mit Ameranth und Quinoa

Mein zweites Brot, dass ich sehr gerne backe und noch lieber esse, ist ein Dinkelbrot. Es ist etwas aufwändiger zu backen, jedoch auch nicht so schlimm. Man muss nur etwas mehr Zeit einkalkulieren um den Teig ruhen zu lassen. Die reine Arbeitszeit beträgt ca. 12 – 15 Minuten.

Da Quinoa und Amaranth sehr gesund sind, nehme ich diese Zutaten gerne beim Backen mit dazu. Zu diesen beiden gesunden Nahrungsmitteln habe ich bereits in meinem Blog geschrieben. Da ich kein Weißmehl mehr verwende, da es nicht so sättigt und auch nicht so viele Nährstoffe hat, nehme ich zum Backen vermehrt Dinkelmehl oder Roggenmehl. Allerdings würde ich nun gerne auch einmal Hafermehl probieren wollen, soll auch ein sehr leckeres Brot sein.

Dinkel ist ein sehr altes Getreide, die ersten Funde gehen auf einige Jahrtausende vor Christus zurück. Dinkel, bezeichnet auch als Grünkorn, hat weit mehr Nährstoffe und Vitamine wie Weizen, er ist auch für Menschen geeignet, die Allergien gegen Weizen haben. Das Korn soll auch zu einem guten Blutbild beitragen und Stimmungsaufhellend sein, fördert auch die Muskelbildung, da er relativ viel Eiweiß enthält. Ferner hat er viele Spurenelemente, er enthält auch alle basischen Stoffe, somit zählt Dinkel zu den gesunden Kohlenhydraten. Das Korn ist besser mit dem Spelz verbunden, als dies bei Weizen der Fall ist, daher ist die Trennung von Korn und Spelz aufwändiger. Grob kann man sagen, je höher der Typ des Mehls, desto mehr Nährstoffe sind in dem Mehl enthalten. Hier habe ich ein Dinkelmehl vom Typ 1050 verwendet. Es ist zum Backen noch gut geeignet, Dinkel lässt sich jedoch etwas schwieriger verarbeiten als weißes Weizenmehl zum Beispiel, da Dinkel das Wasser nicht so binden kann. Nimmt man einen noch höheren Typen von Dinkelmehl reißt die Backware schnell und es wird auch etwas brüchig. Da das Wasser nicht so stark gebunden wird bei Dinkelmehl bindet trocknen die Backwaren aus. Das Brot sollte daher in einigen Tagen verzehrt werden, oder ein Teil eingefroren werden. In den meisten fertigen Backmischungen sind wiederum Zusätze enthalten, damit das Mehl besser zu verarbeiten ist, und das Brot länger weich bleibt. Doch da ich mit Zusätzen so meine Problemchen habe, vor allem wenn ich mir die Zeit nehme, Brot selber zu backen, verwende ich die Natur Pur und nehme nur reine Zutaten. Dann lohnt sich der Aufwand auch zum Genuss. Ich weiß, was ich esse, und muss meinen Körper nicht mit Zusatzstoffen belasten, was sich auch positiv auf die Verdauung auswirkt. Man erhält wieder eher einen Bezug zu guten Lebensmitteln und deren Verarbeitung und lernt diese zu schätzen. Grob geschätzt kommen die Zutaten auf ca. 2 bis 3 Euro pro Brot, Strom nicht mitgerechnet.

Nun zu den Zutaten, die ich nehme.

  • 150 Gramm gemischte Quinio (Rot, weiß und schwarz)
  • 100 ml heißes Wasser
  • 500 Gramm Dinkelmehl (Typ 1050)
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 30 Gramm Amaranth
  • 2 EL Kokusöl
  • 2 TL Salz
  • 2 EL Flohsamen
  • 4 EL Kürbiskerne
  • 2 EL Mandeln
  • 2 EL Haselnüsse
  • 275 ml Wasser

Als erstes muss man den Quinoa ca. 1 Stunde in 100 ml heißem Wasser quellen lassen, kann aber auch länger ziehen, man hat also genug Vorbereitungszeit.

Nach dieser Stunde gebe ich das Dinkelmehl in eine Schüssel. Vorteil bei dem Mehl ist, man braucht es nicht zu sieben, da es so grob ist, dass das Sieb dicht machen würde. Ich nehme etwas heißes Wasser in einer Tasse und löse die Hefe darin auf. Diese gebe ich mit den 275 ml Wasser zu dem Mehl dazu, auch der gequollene Quinoa kommt hinzu. Diese 4 Zutaten knete ich zu einem Teig durch, ca. 3 Minunten lang, damit die Zutaten gut vermengt sind. Wie bei Hefeteigen üblich, muss der Teig an einem warmen Ort nun für 30 Minuten ruhen, bis er aufgegangen ist. Man deckt Hefeteige immer mit einem Tuch ab, damit sie schön hochgehen können.

Ich richte in der Zwischenzeit schon eine Backform her, die ich einfette und mit der Hälfte des Amaranth ausstreue. Auch das Kokusöl erwärme ich, so dass es flüssig ist. Wenn der Teig schön hoch gegangen ist und den Rand der Schüssel erreicht hat, knete ich den Teig noch einmal durch. Dabei gebe ich das Salz, den Amaranth, das Kokusöl, die Kürbiskerne, Flohsamen und die Mandeln und Nüsse dazu. Den Teig knete ich noch einmal ca. 3 Minuten durch. Es entsteht kein so lockerer Teig, wie man dies bei normalen Weizenmehl kennt, er ist schwerer, aber mit dem Öl bindet er gut und man kann den Teig schön in die Kastenform geben. Das Brot kommt dann sofort in den Ofen bei 180 Grad Umluft. Nach 30 Minuten Backzeit schneide ich es in der Mitte ein und lasse es noch einmal 30 Minuten schön kross backen. Das Einschneiden ist wichtig, da es sonst reißen würde, und nicht so schön aussieht. Das ist bei der Verwendung von Dinkelmehl wichtig.

Zum Abkühlen kann man das Brot in der Backform lassen und eine Stunde später heraus nehmen. Das ganze Haus riecht himmlisch nach dem frischen Brot. Da das Brot etwas härter ist als die normalen Brote, kann man es gut mit einem Messer in Scheiben schneiden.

Belegen kann man es ganz nach Wunsch, ob mit Lachs oder Käse, etwas Gemüse dazu, und man hat ein wirklich gutes und sättigendes Frühstück oder Abendessen. 2 Scheiben reichen gut aus und halten über mehrere Stunden satt.

Guten Appetit wünsche ich, und viel Spaß beim Backen. Brot backen kann so einfach sein, man braucht keine Brotbackmaschine oder fertige Backmischungen, ganz einfach nur genießen, dies fängt schon beim Duft während des Backens an, und endet nicht mit dem Verzehr. Oft ist es nur die erste Hürde, doch hat man diese einmal genommen und man sieht dass es eigentlich ganz einfach ist, und besser schmeckt, ist es gar nicht mehr so schwer.

Alles Liebe, herzlichst Eure Silvia.

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