Innere Kraft

Die innere Kraft in mir

Posted In: Kolumne

Haben wir nicht alle mehr Kraft in uns als wir denken?

Wie viele Menschen habe ich auch Träume und Wünsche, die ich mir in meinem Leben noch erfüllen will. Ich bin in einem Alter, wo nicht mehr jeder Tag selbstverständlich ist. Viele meiner Wegbegleiter haben viel zu früh das Leben verlassen, und dies hat mir immer wieder bewusst gemacht, wie schnell alles vorbei sein kann. Darum sehne ich mich mehr und mehr nach all den Dingen, die das Leben lebenswert machen. Dabei ist es wichtig, dies auch zu machen, solange man gesund ist, und das Leben genießen kann. Vieles habe ich schon gewagt, vieles hat mich viel Kraft gekostet, einiges hat mir auch viel Kraft gegeben.

So manches mal bekommen wir zu hören, dass wir etwas nicht können. Es wird uns nicht zugetraut, dass wir das, was wir wollen, auch erreichen. Sprüche wie, „das kannst Du nicht!“, „das schaffst Du nicht!“ oder „das ist zuviel für Dich!“ aber auch „Du schaffst das eh nicht!“ fördern nicht unsere Ambitionen. Wir zweifeln an uns selbst und lassen uns von Menschen, die selbst nicht viel erreicht haben, herunter ziehen. Wir fangen an, uns zu fragen, ob wir es wirklich schaffen. Und doch, da ist eine Kraft in uns, mit der wir alles erreichen können, was wir uns wünschen.

Wann haben wir aufgehört, an unsere Kraft zu glauben?

Als Kinder haben wir uns nie gefragt, kann ich laufen, kann ich essen, kann ich reden? Wir haben es einfach gemacht. Wir wollten es, und haben uns auf die Kraft in uns ganz selbstverständlich verlassen. Unsere Grenzen wurden uns erst in der Schule eingepflanzt. Kamen wir in der Schule in manchen Sachen nicht so mit, lagen also unsere Talente woanders, haben wir uns nicht genug angestrengt. Konnten wir etwas nicht so, wie es erwartet wurde, kam die Schadenfreude von anderen ungefragt dazu. „Ich habe es dir gleich gesagt“, und weg war die beste Motivation. Doch als Kleinkinder haben wir auch nicht auf andere gehört. Das kam erst nach und nach, wir trauten uns immer weniger zu. Und doch haben wir die Schule und die Lehre abgeschlossen, wir haben den Führerschein gemacht und so manches Hindernis umwunden.

Wir haben an unsere Kraft geglaubt

Tief in uns haben wir eine Kraft, mit der wir alles schaffen können. Wir müssen sie nur beachten und ihr vertrauen. Wir haben uns als 2-jährige nicht gefragt, ob wir es den Erwachsenen nachmachen können und aufrecht gehen können. Wir haben es getan. Heute scheuen wir uns vor neuen Programmen, neuer Technologie, einer neuen Arbeit. Wir haben Angst, Menschen anzusprechen, aus Angst vor Zurückweisung. Wir machen etwas nicht, weil wir denken, das können wir nicht. Doch was kann passieren, wenn wir es nicht beim ersten Mal schaffen? Was geschieht, wenn jemand nein zu uns sagt? Wie früher als Kinder, wenn wir umgefallen sind, haben wir es wieder versucht. Solange bis wir stehen konnten, bis wir laufen konnten. Und wie oft sind wir hingefallen? Das waren wohl unzählige Male. Was kann denn schon groß passieren, als es immer wieder zu versuchen, bis es klappt. Wir rappeln uns auf und versuchen es erneut. Also warum trauen wir uns einfache Dinge wie Abnehmen, mit dem Rauchen aufhören, oder das Ablegen schlechter Gewohnheiten nicht zu? Warum machen wir nicht endlich den Fallschirmsprung, lernen eine andere Sprache oder das, was wir schon immer machen wollten.

Man kann es auch Persönlichkeitsentwicklung nennen

Ich habe gelesen, dass man jede Gewohnheit innerhalb von 30 Tagen ändern kann, wenn man 30 Tage durch hält, etwas anderes zu machen. Es sind sogenannte Challenges. So verhält es sich zum Beispiel mit der Zucker-Sucht. Isst man 30 Tage keinen Zucker, gewöhnt man es sich an, auf Zucker zu verzichten. Um diese 30 Tage durch zu halten, müssen wir uns auf unsere Kraft in uns verlassen. Wir schaffen es, wir haben schon andere Dinge geschafft. Dafür stärkt uns das Durchhaltevermögen anschließend nicht nur mit weniger Kilos auf der Waage, sondern gibt unserem Selbstbewusstsein einen immensen Schub. Die Kraft in uns wächst und wir werden stärker, wir vertrauen wieder mehr auf sie, weil wir wissen, wir haben es geschafft.

Die Kraft in uns wächst täglich

Wir fangen an, uns wieder auf unsere Fähigkeiten zu verlassen. Wir haben das eine erreicht, wir können auch das nächste erreichen. Jedes Ziel, das erreicht wird, stärkt unsere innere Kraft, die unbändig groß ist. Je größer wir uns unserer inneren Kraft bewusst werden, desto mehr verspüren wir auch den Willen nach Wachstum. Es ist wie eine Droge, das gute Gefühl dabei, wollen wir öfter erleben. Wir müssen ihr nur Raum geben. Es gibt unzählige Berichte von Menschen, die aufgrund ihrer Kraft selbst bei einer Querschnittslähmung wieder laufen gelernt haben. Diese Menschen haben all ihr Potenzial und all ihre innere Kraft dafür verwendet, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Es ist nur eine Frage, der inneren Haltung. Ein Sprichwort von Henry Ford bringt es auf den Punkt:

„Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall Recht behalten.“

Von der Seite „Zitate.de“ – Henry Ford

Das Mindset bestimmt das Erreichen unserer Ziele

Haben wir erst einmal Zugang zu unserer inneren Kraft gefunden, lässt sich beinahe alles erreichen. Sind wir uns bewusst, dass uns nichts mehr von unseren Wünschen und Zielen trennt, als es solange zu versuchen, bis es geschafft ist, und wir dabei den unbeugsamen Willen und das Vertrauen auf die Kraft in uns zu nutze machen, ist alles nur eine Frage der Zeit. Die innere Kraft gibt uns die Disziplin und das Durchhaltevermögen, das dazu nötig ist.

Der Glaube versetzt Berge

Dieses Sprichwort aus der Bibel soll uns ermahnen, den Glauben nicht zu verlieren. Der Glaube an sich selbst, an Gott, der uns all diese wunderbaren Fähigkeiten gegeben hat, steht dabei maßgeblich im Raum. Glaube an deine Kraft in Dir. Wende dich dem Positiven zu, und du wirst positives erleben. Wenn du an dich glaubst, und deinen Weg verfolgst, dann steht nichts und niemand zwischen deinen Träumen und Wünschen. Lass dir von niemanden etwas anderes einreden. Es sind nur seine Grenzen, nicht deine Grenzen. Auch in schweren Stunden, hat mir dieses Vertrauen auf meine innere Kraft immer geholfen. Auch wenn ich buchstäblich auf der Straße stand, und das habe ich schon zweimal erlebt, nicht wusste wohin, sich scheinbar mein ganzes Leben innerhalb von Stunden in Luft aufgelöst hatte, so landete ich immer wieder auf den Füßen. Ich habe nie an meinem Weg gezweifelt, und heute weiß ich, egal welches Schicksal das Leben noch für mich bereit hält, ich schaffe es wieder. Nichts und niemand konnte mir den Glauben an meine Kraft, meine Stärke nehmen. Es geht immer weiter, das „Wie“ bestimmst du selbst. Man darf sich nur nicht verschließen und sein ganzes Potenzial, seine ganze Kraft sammeln um sich auf das zu konzentrieren, was man erreichen will.

Selbstbewusstsein

Aus der inneren Kraft wurde Selbstbewusstsein

Oft hatte ich Ideen im Kopf, wollte etwas verändern, fühlte mich unwohl und im Hamsterrad gefangen, wusste auch genau was ich verändern wollte, nur wusste ich nicht wie ich es machen soll. Doch ich war offen, vertraute auf meine innere Kraft, und fragte so lange, bis ich Hilfe, Ratgeber und Bücher fand, die mir vermittelten, wie ich es umsetzten könnte. Je weiter ich mich mit diesen Themen beschäftigte, desto mehr wollte ich wissen. Je mehr ich lernte und vertraute, umso besser wurde auch mein Leben. Auch wenn mir immer wieder bewusst wird, wie wenig ich eigentlich noch weiß, habe ich doch schon ein gutes Stück in den letzten Jahren geschafft. Nichts ist spannender, als sich selbst zu entdecken, sein Potenzial zu leben und aus seiner inneren Kraft zu schöpfen. Dadurch bin ich auch sehr selbstbewusst geworden, kein neues Programm zwingt mich in die Knie, kein Jobwechsel bereitet mir schlaflose Nächte. Ein entspanntes Vertrauen in mich ist anstelle von Angst und Hilflosigkeit gewichen. Heute ist es meine wichtigste Aufgabe, mich und meine Familie glücklich zu machen. Alles andere lässt sich bewältigen und angehen.

  • Wonderful Fifty
    3. November 2019

    Liebe Silvia, was für ein ganz besonderer Beitrag – ein Beitrag, der uns zum Nachdenken bringt, aber auch ein Beitrag, der uns Kraft vermittelt. Du hast das wirklich wunderbar vermittelt, wie wir dieses Selbstvertrauen, das uns als Kleinkinder so Vieles probieren und auch erlernen ließ, auf dem Weg in die Erwachsenenwelt durch Einflüsse unserer Mitmenschen, durch Selbstzweifel, durch Situationen und Begebenheiten immer mehr verloren haben, wie wir uns selbst so Manches – teilweise wahrscheinlich auch unbewusst – nicht zutrauen. Dabei kommen bei mir gleich auch mal die Selbstzweifel ins Spiel, irgendwie habe ich das Gefühl, selbst mein größter Kritiker zu sein und irgendein Grund fällt mir immer wieder gerne ein, warum etwas nicht gelingen sollte, warum etwas nicht so laufen sollte wie geplant. Obwohl ich immer wieder positive Erfahrungen mache und damit wahrscheinlich auch das Selbstvertrauen etwas aufpoliert wird, gelingt es mir doch oftmals nicht, diese Gedanken im Hinterkopf ganz abzustellen. Vielen Dank für diesen so interessanten Beitrag.
    Hab ein ganz wunderbares Wochenende und alles Liebe

    • Silvia Gößner
      Wonderful Fifty
      7. November 2019

      Liebe Gesa,
      vielen lieben Dank für deine tollen Worte. Wir sollten unsere Selbstszweifel einfach abstellen können. Wir könnten vieles erreichen. Doch wie du schreibst, so leicht ist das nicht. Nichtsdestotrotz, wir sollten jeden Tag versuchen, unser Potenzial zu leben, denn nur so lernen wir, wozu wir wirklich fähig sind.
      Ich wünsche dir viele schöne Momente mit weniger Zweifel und mehr Vertrauen in deine schönen Fähigkeiten, die uns in deinem Blog immer wieder aufs Neue begeistern.
      Eine schöne restliche Woche und ein wunderschönes Wochenende wünsche ich Dir
      alles Liebe deine Silvia

  • s.Mirli
    4. November 2019

    Liebe Silvia, was für ein wunderschöner und inspirierender Beitrag. Es gibt da so ein Sprichwort, das ich liebe „alle sagten, das geht nicht, dann kam einer der wusste das nicht und hat´s gemacht“ und ich finde, in diesen Worten steckt so viel Wahres darin. Wir haben alle diesen Mut und die Stärke in uns, ab und zu vergessen wir sie, aber ich glaube, das Wichtigste, an dem wir arbeiten sollten, ist das Vertrauen in uns selbst. Übrigens stimme ich dir voll und ganz zu, dass man ALLES ändern und verändern kann. Obwohl ich eigentlich im Leben nicht auf Schokolade mehr verzichten wollte, habe ich das genau zwei Jahre lang gemacht, einfach als Challenge um es auszuprobieren und ich habe mir extra das herausgepickt, was mir am schwersten fallen würde – und habe es trotzdem geschafft. Der Wille versetzt wirklich Berge. Vielen vielen Dank für diese wunderschönen und inspirierenden Zeilen am Montag, so startet es sich doch perfekt in die neue Woche. Hab eine fanatische Zeit, fühl dich ganz lieb von mir umarmt, alles, alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.at

    • Silvia Gößner
      s.Mirli
      7. November 2019

      Meine liebe Mirli, herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar. Es bedeutet mir viel, dass dir der Beitrag gefällt. Es kostet wohl sehr viel Energie für 2 Jahre auf Schokolade zu verzichten. Wow. Das ist toll. Aber es bestätigt, was man will, das schafft man auch. Hab Dank dass du mir dies mit deinem Beispiel noch mal vor Augen führst.
      Man muss eben an sich selbst glauben.
      Hab einen wundervollen Abend und eine fantastische restliche Woche. Ich freue mich schon, deinen neuen Beitrag gleich zu lesen.
      Beste Grüße und eine herzliche Umarmung.
      Deine Silvia

  • Sarah
    4. November 2019

    Ein schöner Text und ein toller Look noch dazu!
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Silvia Gößner
      Sarah
      7. November 2019

      vielen lieben Danke Sarah, freut mich.
      Liebe Grüße
      Silvia

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