Ein schöner Weihnachtsbaum

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.

Posted In: Kolumne

Der Advent ist eines der aufregendsten Ereignisse des Jahres

Der Advent führt uns zu Weihnachten hin, das Fest der Geburt Jesus Christus, das mit einem großen Weihnachtsfest begangen wird. Die ganze Stimmung im Advent bereitet uns auf das Familienfest vor. An Weihnachten wollen wir die ganze Familie um uns und sie verwöhnen. Es ist aber auch die umsatzstärkste Zeit, Black Friday und Cyber Monday läuten diese Zeit des Geschenke suchens ein, die Weihnachtsmärkte locken mit vielen Düften und bunten Lichtern. Der Glühweinduft überlagert ganze Städte und die Menschen rennen hektisch durch die Straßen. Die Häuser und Bäume sind geschmückt und entzücken uns ein „Ach wie schön!“. Dabei sollte die Adventszeit eine besinnliche, ruhige und stille Zeit sein.

Ist dies noch der Sinn des Advents?

Die Adventszeit ist dazu da, in Gebeten sein eigenes Leben mit dem Leben Jesu Christi und dessen Hoffnung zu finden, Buße zu tun, und sich für Weihnachten vorzubereiten. Die 4 Kerzen stehen für 4000 Jahre warten auf den Erlöser. Diese „stille“ Zeit ist für uns zur buntesten Zeit geworden. Wir sind hektischer denn je, und Zeit für Besinnung bleibt da kaum noch. Jeder ist im Stress, niemand hat Zeit. Dies und jenes muss noch gemacht werden, die Plätzchen müssen selber gebacken werden und diverse Geschenke und Lebensmittel müssen eingekauft werden. Der Weihnachtsbaum muss größer und schöner sein, alles muss perfekt sein. Die besten Häppchen werden angekarrt, doch Zeit mit der Familie zu kochen, nimmt sich kaum noch jemand.

Adventskranz

Keine Rede von stiller Zeit

Dabei sollten wir mit der Natur gehen, die sich in dieser Jahreszeit zurück zieht, wir sollten in uns gehen. Wir sollten besinnliche Lieder singen, und die Kirche besuchen. Ob man betet, oder meditiert, bleibt letztlich jeden selber überlassen. Hauptsache man nutzt ein paar Minuten am Tag eine Zeit der Ruhe und Stille, denkt über das nach, was wirklich wichtig ist. Wir bereiten uns für die Feier der Geburt Jesu Christi vor. Nicht für einen Wettbewerb. Daher habe ich auch nur einen Schrank umdekoriert, und nicht wie früher, das ganze Haus. Ich habe so viel Weihnachtsdekoration, die für 3 Häuser reichen würde. Doch sehe ich den Sinn nicht mehr darin, 3 Tage lang die Wohnung umzudekorieren. Diese Zeit nutze ich lieber für andere Dinge, und für die Familie. Nur meine Lieblingsstücke kommen noch zum Vorschein, die Schaukelpferde. Diese haben für mich etwas handwerkliches, natürliches. Sie erinnern mich an meine Kindheit, als der Advent noch ruhig war, und sie dürfen bei mir in der Adventszeit nicht fehlen.

Weihanchtsdekoration mit Schaukelpferden
Weihanchtsdekoration mit Schaukelpferden

Abends schalte ich diese Lichterkette an, und setzte mich in meinen Sessel. Leise Weihnachtsmusik, alte gesungene Lieder klingen leise, und ich denke über den Tag, die Woche nach. Das fühlt sich für mich nach Weihnachten an. Tiefergehende Gespräche erfreuen mich nun mehr, geben mir andere Einblicke und helfen mir, mein Umfeld besser zu verstehen.

Stille versus Commerz

Auch ich gehe gerne auf Weihnachtsmärkte, diesem Zauber kann ich mich ganz nicht entziehen. Jedoch versuche ich die Adventszeit zu minimalisieren. Anstatt täglich gehe ich nur an zwei Wochenenden auf die Märkte und genieße diese bewusst. Auch ich suche Geschenke, aber ich verschenke lieber gute ausgewählte Dinge. Wie zum Beispiel die hochwertigen Produkte von Youtiful, die etwas besonderes sind, auch die Gesundheit verbessern. Oder mache die Geschenke selber. So habe ich Teller geschnitzt, Handschuhe gestrickt oder Früchtebrot selber gebacken. Dieses Kaufen, damit ich etwas überreichen kann, oder noch schlimmer Gutscheine zu kaufen, wo man merkt, dass sich die Person gar keine Gedanken machen möchte, was jemanden erfreuen könnte, sind mir ein Greul. Auch darüber kann man sich in der Zeit der Stille Gedanken machen.

Mit einer Freundin auf dem Weihnachtsmarkt

Noch schlimmer finde ich die überfüllten Läden, in denen sich die Menschen beinahe umrennen. Diese meide ich in der Adventszeit völlig. Das ist mir einfach zu viel. Sie wollen das Fest der Liebe unter den Menschen feiern, und doch sind sie feindseliger und depressiver denn je. Anstatt andere Menschen so zu behandeln, wie man selber behandelt werden möchte, erlebe ich Unmut über lange Schlangen an den Kassen, zum Teil sogar Rücksichtslosigkeit und das entsetzt mich zunehmends.

Mit einer Freundin auf dem Weihnachtsmarkt

Das Weihnachtsfest

Der Advent endet mit dem Weihnachtsfest. Das Weihnachtsfest soll das Fest der Familie sein. Man kommt zusammen, um gemeinsam zu beten, zu essen, zu lachen und Freude zu verteilen. Dies muss nicht perfekt sein, dies sollte menschlich sein. Warum also nicht schon den Advent zum Anlass nehmen, um wieder etwas mehr auf die menschlichen Werte zu achten. Nicht wegsehen, wenn jemand Hilfe benötigt, da sein füreinander. Einstehen für einander. Die Familie wieder in den Mittelpunkt zu stellen, und den Menschen, denen es schlechter geht, etwas zu geben. Darauf freue ich mich in der Adventszeit und auch an Weihnachten. Eine ruhige und besinnliche Atmosphäre zu schaffen, in denen sich alle wohl fühlen. Denn seien wir mal ehrlich, eine ruhige Umgebung, bei dem man Menschen zuhört, hat jeder doch lieber. Ein gemeinsames Kochen mit guten, hochwertigen Lebensmitteln, entschleunigt nicht nur, es verbindet auch. Man sitzt etwas länger bei einem leckeren Glühwein zusammen und erzählt sich Geschichten vergangener Zeiten. Darauf freue ich mich am meisten. Auch die Kinder sollen Weihnachten nicht nur für Spielzeug und teure Technik-Geschenke sehen, sondern sie sollen erleben, was es heißt, in einer Familie ein besonderes Fest zu feiern. Auch die Tradition, gemeinsam am Hl. Abend den Baum gemeinsam aufzustellen und zu schmücken, gehört für mich immer noch dazu.

Weihanchtsdekoration mit Schaukelpferden

Was ist euch an Weihnachten wichtig? Erzählt es mir gerne in den Kommentaren. Was steht für Euch im Vordergrund an den festlichen Tagen?

Mehr zu meinen Gedanken könnt ihr gerne in der „Kolume“ nachlesen.

Alles Liebe, herzlichst Eure Silvia

  • S.Mirli
    16. Dezember 2019

    Liebe Silvia, du sprichst mir so sehr aus dem Herzen. Die letzten Jahre beobachte ich diesen Trubel um die Weihnachtszeit auch mit sehr differenziertem Blick. So habe ich Weihnachten in meiner Kindheit nicht erlebt und je älter ich werde, desto mehr will ich diesen Zauber zurück, als Weihnachten noch wirklich die Bedeutung hatte, die es haben soll. Auch ich habe früher viel üppiger geschmückt und liebe seit einiger Zeit eher eine sehr reduzierte Weihnachtsdekoration, quasi back to the roots und in diesem Sinne wünsche ich dir den Advent genau so, wie du ihn erleben möchtest, ruhig, besinnlich, nachdenklich. Ich schicke dir eine ganz liebe vorweihnachtliche Umarmung und vielen Dank für diesen wunderschönen Beitrag, der zum Nachdenken anregt. Alles, alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.at

    • Silvia Gößner
      S.Mirli
      18. Dezember 2019

      Liebe Mirli,
      da bin ich froh, dass es nicht nur mir so ergeht. Es zählen eben mehr andere Werte, je älter man wird. Trotzdem fand ich Weihnachten auch in der Kindheit viel schöner.
      Herzlichen Dank für deine lieben Wünsche. Auch ich wünsche dir einen ruhigen und besinnlichen Advent mit vielen schönen Momenten, die dir noch lange in Erinnerung bleiben sollen. Liebste Grüße, alles Liebe, XOXO Silvia

  • Wonderful Fifty
    18. Dezember 2019

    Liebe Silvia, was für ein wunderbar gefühlsvoller Beitrag – du hast das Weihnachtsfest damit perfekt auf den Punkt gebracht und schön beschrieben. Ich finde es in der Vorweihnachtszeit immer wieder traurig, wenn Menschen gestresst durch die Gegend hetzen und nur darüber stöhnen, was sie noch alles bis Weihnachten erledigen müssen, was alles gekauft und eingeplant werden muss. Die Freude an diesem Fest wird damit wirklich vielen verdorben. Wir haben schon seit langem den Druck aus dieser Zeit genommen – es werden keine Geschenke mehr verteilt, sondern die gemeinsame Feierstunde, die Gemütlichkeit an diesen Tagen rückt in den Vordergrund. Hin und wieder gibt es dann kleine Aufmerksamkeiten, aber über allem liegt ein Kann und das Muss ist verbannt. Dies macht auch die Vorweihnachtszeit bereits wunderbar stimmungsvoll. Danke für diesen schönen Weihnachtsbeitrag. Übrigens, deine Schaukelpferde sehen ganz entzückend aus.
    Genieße noch zauberhafte Stunden in dieser Zeit und hab ein ganz wunderbares Weihnachtsfest, alles, alles Liebe

    • Silvia Gößner
      Wonderful Fifty
      18. Dezember 2019

      Liebe Gesa, schön dass ihr bereits Weihnachten als entspannte Feiertage verbringen könnt. Und ja, auch die Adventszeit ist damit bereits ruhiger. Es ist schön, die gemeinsamen Stunden wirklich zu nutzen. Kleine Aufmerksamkeiten kann man das ganze Jahr verteilen, und dann gibt es auch hier nicht mehr so viel Druck. Und die Freude ist oft ungleich höher. Ich wünsche dir auch noch eine wundervolle, schöne und besinnliche restliche Adventszeit. Allzu lange dauert sie nicht mehr, und ein gemütliches und besinnliches Fest.
      Liebste Grüße, Silvia

  • miras_world_com
    27. Dezember 2019

    Meine liebe Silvia, danke für den tollen Beitrag! Die Leute vergessen tatsächlich was Adventszeit bedeutet. Es ist rein kommerziell geworden. Ich rege mich jetzt schon am Weihnachten, denn in der Stadt sind pünktlich am Heiligabend alle Lichter erloschen! Weihnachtsstimmung gleich 0 und das am Weihnachten. Obwohl der 24. Dezember erst der Anfang der weihnachtliche Zeit ist. Ich wünsche dir einen gelungenen Abschluss des Jahres 2019!

    • Silvia Gößner
      miras_world_com
      30. Dezember 2019

      Liebe Mira,
      das stimmt leider. Eigentlich geht es bis zum 06.01., wo wir die Hl. drei Könige feiern, jedoch ist nun schon mehr Partystimmung verbreitet, als Weihnachtsstimmung.
      herzlichen Dank für deinen Beitrag meine Liebe.
      Ich wünsche Dir auch einen guten Rutsch ins neue Jahr!
      Grüße Silvia

  • Isabella
    28. Dezember 2019

    Hallo meine Liebe,
    was für ein wunderschönes Outfit, hab einen guten Rutsch ins Neue Jahr:-*
    Liebe Grüße aus Stuttgart
    Isa
    http://www.label-love.eu

    • Silvia Gößner
      Isabella
      30. Dezember 2019

      Herzlichen Dank meine liebe Isa,
      ich wünsche Dir auch einen guten Rutsch in ein gesundes und glückliches neues Jahr meine Liebe.
      Liebste Grüße
      Silvia

Add Comment

Leder – Die Röcke trägt man jetzt mit Plisseefalten
Der Jahresrückblick 2019 auf in ein neues Jahrzehnt!