Zwetschgenkuchen – kalorienarmer Blechkuchen aus Dinkelmehl-Mürbeteig

Diesen Sommer gibt es durch die lange warme Zeit sehr viel Obst. Ein wahres Paradies für alle Obst-Liebhaber. Die Natur gibt uns viel, und es ist Zeit, es zu genießen. Das Obst, das wir nicht direkt essen können, können wir als Brotaufstrich für den Winter bereiten, ohne dabei viel Zucker und Konservierungsstoffe wie die Industrie bei zu geben. Auch Apfelmus ist einfach herzustellen und von frischen Äpfeln selbst zubereitet einfach köstlich. Doch am liebsten essen wir frischen, noch leicht warmen Kuchen. Besonders beliebt bei uns ist der Zwetschgenkuchen, bei uns einfach Zwetschgen-Datschi genannt.

Geänderte Essgewohnheiten kommen an:

Am meisten freuen sich die Arbeitskollegen, wenn man ihnen einen Obstkuchen mitbringt. Diese finden immer dankbare Abnehmer, gerade wenn er so zubereitet ist, dass er nicht so viele Kalorien hat.

Als ich anfing, die Ernährung umzustellen, änderte ich auch die Zubereitung von süßem Naschwerk. Wenn ich zurück denke an die Zeit, als ich das erste mal „gesündere und kalorienärmere“ Kuchen mit in die Arbeit nahm, könnte ich heute noch lachen. Ich hatte zwei Kuchen dabei, einen veganen Schokoladenkuchen und einen Dinkelmehl-Birnen-Kuchen. Als ich dies kundtat, zogen alle Männer erst mal die Nase hoch. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass ein Kuchen mit wenig Zucker und anderem Mehl überhaupt schmeckt. Doch ließen sie sich schnell überzeugen und nun sind diese Art von Kuchen ganz normal geworden und werden immer komplett verspeist.

Ich stelle meinen Mürbteig nur mit Dinkelmehl Typ 630 her. Weizenmehl gibt es bei mir gar nicht mehr, warum das so ist, könnt hier noch mal nachlesen. Viele Zutaten für den Mürbeteig braucht man nicht, und er ist recht einfach in der Herstellung. Diesen Teig nehme ich lieber als Hefeteig, da die Vorbereitungszeit kürzer ist.

Zutaten für den Mürbeteig aus Dinkelmehl:

  • 250 g Vollkorn-Dinkelmehl
  • 75 g Kokosfett
  • 30 – 35 g Erythrit (Zuckerersatz)
  • 2 EL Avocado-Sirup
  • 1 Eigelb
  • 6 EL Wasser
  • 1 Prise Salz

Alle Zutaten kommen in eine Schüssel, das Kokosfett erwärme ich leicht, bis es flüssig ist und gebe es als letztes über alle Zutaten darüber. Den Teig knete ich mit der Hand gut 4 – 5 Minuten durch, so dass alles Zutaten gut gemischt sind.

Da sich Dinkelmehl generell etwas schwerer wie weißes Mehl verarbeiten lässt, muss man bei der Herstellung des Teiges auf die Beschaffenheit achten. Krümelt er zu wenig, gibt man noch etwas Mehl und Zucker zu, bindet er jedoch gar nicht, dann kann man noch etwas Kokosfett zugeben. Der Teig sollte eine halbe Stunde in den Kühlschrank, derweil kann man die Pflaumen herrichten. Die Pflaumen, ca. 500 g halbiere ich und nehme den Kern heraus.

Zwetschgenkuchen, Zwetschgendatschi, gesundes Mehl, Backwaren aus Dinkelmehl

3/4 des Teiges gebe ich auf ein Backblech und drücke diesen zu einem durchgängigen Boden fest. Mit einer kleinen Teigrolle glätte ich den Teig noch mal auf dem Backblech nach. Anschließend steche ich mit der Gabel ein paar Löcher hinein. Die Hälften der Pflaumen lege ich neben einander auf den Kuchenboden. Je nach Menge der Pflaumen und Größe des Backbleches dichter oder weiter auseinander. Da es heuer reichlich Sonne gab, sind die Früchte sehr süß, so kann man darauf verzichten, die Früchte noch zu zuckern. Ich gebe aber gerne etwas Zimt darüber.

Über die verteilten Früchte wird der restliche Teig als Krümel oder Streusel gleichmäßig verteilt. Anschließend kommt das Blech in den Backofen und wird bei 160 Grad Umluft ca. 35 Minuten gebacken. Der Boden des Mürbeteiges geht nicht so hoch, wie das die meisten aus normalen Backpulver-Teigen kennen. Dies tut jedoch dem Geschmack keinen Abbruch.

Zwetschgenkuchen, Zwetschgendatschi, gesundes Mehl, Backwaren aus Dinkelmehl

Am besten schmeckt er natürlich frisch aus dem Ofen, nur leicht abgekühlt. Wer will kann über den Zwetschgen-Kuchen noch Puderzucker geben, wer es lieber sehr kalorienarm mag, dann diesen auch weg lassen.

Noch mehr Rezept-Ideen über bessere und gesunde Ernährung findet ihr in meinem Blog.

Alles Liebe, herzlichst Eure Silvia

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